Während in fünf Bundesländer  Rauchmelder in Wohnungen und Treppenhäuser Pflicht sind, setzt  die Landesregierung in  Nordrhein Westfalen immer noch auf das Freiwilligkeitsprinzip. Hausbesitzern wird es hier freigestellt, ob sie Rauchmelder in vorhandenen Objekten nachrüsten. In Neubauten und nach Sanierung eines Hauses sind sie mittlerweile vorgeschrieben, im Bestand aber nicht. Die Mehrzahl der Miethäuser in NRW (90%) verfügen nicht über Rauchmelder. Dabei könnten Menschenleben rechtzeitig gerettet werden, wenn Hauseigentümer freiwillig etwas an dieser Situation ändern würden.

Die Wohnungsbaugesellschaften im Rhein-Erft-Kreis müssen hier mit gutem Beispiel voran gehen. Die „Erftland“ in Bergheim und die „GWG“ in Hürth würden für ihre Mieter wertvolle Arbeit leisen, wenn zumindest in den Treppenhäusern je nach Geschossanzahl Rauchmelder installiert würden.

Klaus Lennartz: „Das kostet nicht viel und ist hoch effektiv. Es rettet nicht nur Menschenleben, sondern führt auch dazu, dass Brände schneller erkannt werden und damit schneller eingegriffen werden kann. Alleine hierdurch kann die Schadenshöhe im Brandfall um bis zu 75 % gesenkt werden.

Wenn man zusätzlich als Impuls jedem Mieter noch einen Rauchmelder schenken würde und ihn  auffordert, diesen in der Diele anzubringen und sich weitere 2-3 Rauchmelder selber zuzulegen, wäre ein flächendeckender Schutz im Brandfall gewährleistet. Kosten der Aktion bei den drei genannten Gesellschaften : nicht einmal 36.000 €. Ein Leichtes, dies über die Instandhaltungsbudgets in Millionenhöhe sofort zu finanzieren. Ferner setzt Lennartz darauf, dass, wenn die kommunalen Gesellschaften als Vorreiter mit gutem Beispiel glänzen würden, die Wohnungsbaugenossenschaften im Rhein-Erft-Kreis  nachziehen und auch der Haus- und Grundbesitzerverein im Kreis seine Mitglieder auffordern würde, nicht nachzustehen.

„Der erste Brandfall, bei dem Menschenleben dank eines eingebauten Rauchmelder gerettet werden konnten, verpflichtet moralisch Vermieter mehr, als jede gesetzliche Regelung“, so Lennartz.

Viele Menschen glauben wirklich, dass Sie einen Brand rechtzeitig bemerken würden, um dann noch reagieren zu können und sich zu retten. Dabei ist es nicht das Feuer, sondern in der Mehrzahl der Fälle der Rauch, der die Menschen zu Tode kommen lässt. Es bleiben nach Ausbruch eines Brandes gerade einmal 2-3 Minuten Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen. Danach ist in der Regel alles zu spät. Darauf weisen die Feuerwehren immer wieder hin. Ein Rauchmelder kann hier helfen, ein Feuer rechtzeitig zu melden und die Reaktionszeit erheblich verkürzen.

 

Post Navigation