Bewusste oder unbewusste Wahlkampfunterstützung mit Steuergeldern – ein absolutes No-go!

Auswahl der Protagonisten und Zeitpunkt der Veröffentlichung zumindest sehr unglücklich!

 

Der Hürther SPD Politiker Klaus Lennartz hat sich wegen des kürzlich veröffentlichten Imagefilms der Stadt Hürth an Bürgermeister Dirk Breuer gewandt. Das Video soll in knapp viereinhalb Minuten die Stärken und Vorzüge der Stadt Hürth zeigen und für unsere Stadt werben.

 

Lennartz: „Ungeachtet dessen, dass die kulturelle Vielschichtigkeit, die Innovationsstärke und Liebenswürdigkeit unserer Stadt und ihrer Ortsteile in dem Video nach meinem Dafürhalten nur unzureichend zur Geltung kommen, hat mich die Auswahl der Protagonisten schon ziemlich irritiert. Insbesondere die Tatsache, dass der aktuelle Landtagskandidat der CDU hier quasi als einziger Sprecher für den Bildungsbereich der Stadt Hürth sehr vorteilhaft ins Bild gesetzt wurde, wirft doch einige Fragen auf, um deren Beantwortung ich jetzt Herrn Bürgermeister Breuer gebeten habe.“

Etwa, warum nicht der parteilose und für die Schulen in unserer Stadt verantwortliche Bildungsdezernent Jens Menzel  für diesen Part ausgewählt wurde. Wer den Film wann in Auftrag gegeben hat und von wem und nach welchen Kriterien die Protagonisten ausgewählt wurden, so Lennartz.

Lennartz: „Insbesondere interessiert mich warum ausgerechnet ein aktuell für den nordrheinwestfälischen Landtag kandidierender und zudem der Mehrheitsfraktion im Stadtrat angehörender Lehrer und Schulleiter den vielen anderen Lehrern und Rektoren in der Stadt Hürth vorgezogen und  in  Sequenzen von insgesamt immerhin 20 Sekunden Länge  – im Kreise seiner Schülerinnen und Schüler hier sehr öffentlichkeitswirksam in Szene gesetzt wurde. Und das – nur wenige Wochen vor der Landtagswahl und offenbar ungeachtet dessen, dass die Produktionskosten  des Videos vermutlich aus Steuermitteln finanziert wurden.“

Vor diesem Hintergrund halte ich dieses Vorgehen für ausgesprochen unglücklich und zumindest dringend Überdenkenswert. Kurzum – ich hätte von der Stadtverwaltung hier deutlich mehr Neutralität und Fingerspitzengefühl erwartet, so Lennartz weiter.

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