Klaus Lennartz nahm am 25. April 2017 als Vizepräsident des Deutschen Wirtschaftsverbandes an einer Arbeitssitzung des Wirtschaftsforums in Berlin teil. Unter den Fragestellungen: Wie kann Migration zu einem Erfolg für Deutschland und die deutsche Wirtschaft werden? Und welche gesetzlichen und unternehmerischen Ansätze sind erfolgsversprechend? diskutierten die Wirtschaftsexperten Lösungen, wie den Folgen des demografischen Wandels und dem daraus resultierenden Fachkräftemangel begegnet werden kann.

Lennartz: „Einwanderung ist dabei zweifellos ein wichtiger Baustein. Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass das Interesse von ausländischen Fachkräften an einer Beschäftigung in Deutschland  zu gering ist, um die prognostizierte Lücke bei Fachkräften dauerhaft zu schließen.“

Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, bekräftigte in einer kurzen Auftaktrede die Forderung der SPD nach einem Einwanderungsgesetz, mit dem die Zuwanderung qualifizierter Migrantinnen und Migranten aus Nicht-EU-Staaten an Fahrt aufnehmen soll.  Den Entwurf eines modernen Einwanderungsgesetzes, das im internationalen Umfeld Transparenz und Offenheit signalisiert, hatten die Sozialdemokraten bereits Ende vergangenen Jahres vorgelegt.  Ein solches Gesetz  würde ganz sicher dazu beitragen, Deutschland für Fachkräfte attraktiver zu machen, betonte Oppermann.  Neben der unbedingt notwendigen gesetzlichen Regelung bedarf es dazu allerdings einer offenen, vielfältigen und an Wertschätzung orientierten Gesellschaft – was Oppermann unter dem Begriff Diversität bzw. Diversity zusammenfasste.

Lennartz: „Der Fachkräftemangel wird auch am Rhein-Erft-Kreis nicht spurlos vorübergehen. Daher ist eine gesteuerte Einwanderung hinreichend qualifizierter Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Staaten gerade auch für unsere industriell geprägte Region so wichtig. Deshalb findet die Forderung nach einem Einwanderungsgesetz meine volle Unterstützung.“

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