Das von Klaus Lennartz und Willi Zylajew initiierte Projekt zur technischen Grundausbildung und Berufsvorbereitung von Flüchtlingen und Benachteiligten steht kurz vor der Realisierung.  Das Christliche Jugenddorfwerk Deutschland, kurz CJD e. V., hat jetzt für sein Konzept die  notwendigen Zertifizierungen erhalten.

Klaus Lennartz: „Das ist eine ausgesprochen gute Nachricht. Dass sich das CJD in dieser Weise für junge Migranten in der Region engagiert, begrüße ich sehr und ist sicher nicht zuletzt  dem großen Einsatz und der Aufgeschlossenheit seines Gesamtleiters Markus Besserer zu verdanken. Die geplanten Maßnahmen werden die Migranten nicht nur handwerklich zur Aufnahme einer ordentlichen Ausbildung befähigen, sondern auch ganz erheblich zu dem dafür notwendigen Erwerb der deutschen Sprache beitragen.“

“Die Kombination aus Spracherwerb und dem Erwerben von berufspraktischen Basisqualifikationen in technischen Berufsfeldern in einer Maßnahme ist die richtige Herangehensweise für eine solide berufliche Entwicklung von Menschen mit Migrationshintergrund“, betont Johannes Klapper, Leiter der Agentur für Arbeit in Brühl. „Darüber hinaus wird uns das Projekt wichtige Erkenntnisse für die Qualifizierung von jungen Menschen mit Lernhemmnissen über den Personenkreis der Migranten hinaus liefern“, so Klapper weiter.

 

Der Start des Projektes ist für den 01. Oktober geplant. Jeweils 12 Teilnehmer sollen dann im Energiekompetenzzentrum des Rhein-Erft-Kreises in den Bereichen erneuerbare Energien oder Mikrocomputertechnik qualifiziert werden. In beiden Bereichen besteht ein Bedarf an Fachkräften.

 

Lennartz: „Mit den jetzt vorliegenden Zertifizierungen können die Teilnehmer von der Agentur für Arbeit bzw. dem Jobcenter finanziell gefördert  werden.“

 

Die umfangreiche Unterstützung durch die Agentur für Arbeit in Brühl  sei – auch über die Finanzierung hinaus – ein ganz wichtiger Baustein für die Realisierung des Vorhabens und dürfte Vorbildcharakter für einen bundesweiten Roll-Out unserer Initiative haben, lobt auch Willi Zylajew das große Engagement, insbesondere von Arbeits-Agentur-Chef Johannes Klapper für dieses Projekt.

Lennartz plant bereits vergleichbare Initiativen möglicherweise auch mit anderen Trägern deutschlandweit aufzulegen und hatte in diesem Zusammenhang bereits sehr konstruktive und vielversprechende Gespräche mit Vertretern der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg geführt.

Unionspolitiker Willi Zylajew hebt die Bedeutung des von ihm mitinitiierten Projekts für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland hervor: Wir müssen die Flüchtlinge unbedingt beruflich qualifizieren und über diese Maßnahmen integrieren. Vor Ort sind konkrete Projekte erforderlich, bieten lokale Kompetenzen besondere Chancen. Wir können sie nutzen, befähigen Zugewanderte für unseren Arbeitsmarkt, der geeignete Arbeitskräfte braucht! „.

 

Lennartz ergänzt:  „Wir profitieren seit Jahrzehnten von der Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte und sind auch in Zukunft darauf angewiesen, denn der demografische Ausblick ist ungünstig. Schon jetzt ist die Unsicherheit über das Fachkräfteangebot ein wesentliches Innovations- und Wachstumshemmnis für Handwerk und Industrie. Die Integration von Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt kann den Fachkräftemangel zumindest erheblich abschwächen, ist aber ein langfristiger Prozess und alles andere als ein Selbstläufer. Das Potenzial, das viele der zu uns nach Deutschland geflüchteten und zugewanderten Migranten haben, muss erkannt, gehoben und gefördert werden. Deshalb halte ich es für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Mittelstands für außerordentlich wichtig, dass unser Pilotprojekt zeitnah auch bundesweit ausgerollt wird.“

 

 

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