Nachdem die Investorin des Schwimmbads in Alt-Hürth am Wochenende in den Medien versucht hat, ihre Untätigkeit zu begründen, nimmt der SPD-Politiker Klaus Lennartz nun erneut Stellung: „Die Aussagen von Frau Lenze stehen in krassem Gegensatz, zu den Informationen, die der Hürther Verwaltung vorliegen.

Mir fehlt nach all den Jahren der Glaube, dass ihre Aussage, das Projekt realisieren zu wollen noch stimmt. Anfang August habe er Frau Lenze in einem persönlichen Schreiben aufgefordert, u. a. Stellung zu der in der Stadt kolportierten siebenstelligen Entschädigungssumme zu beziehen, die sie angeblich für einen Heimfall der Immobilie an die Stadt gefordert hat. Statt einer Antwort erhielt er allerdings eine Unterlassungserklärung – die er selbstverständlich nicht unterzeichnet habe, so Lennartz.

Lennartz: „Ungeachtet dessen behauptete Frau Lenze gegenüber dem Hürther Wochenende (Ausgabe 11. Oktober 2017), dass die Angelegenheit ein juristisches Nachspiel für mich haben würde und bereits ein Verfahren gegen mich liefe. Das ist allerdings offenkundig nicht der Fall – was auch nicht gerade für die Glaubwürdigkeit der Behauptungen der Frau Lenze spricht. Ein Hinweis, wo das Problem bei der Umsetzung des geplanten Projekts tatsächlich liegen könnte, gab Frau Lenze indes dem lokalen Hörfunksender Radio Erft. Den ließ sie jetzt wissen, dass offenbar fest eingeplante Fördergelder vom Land nicht eingeworben werden konnten, weil es den Topf für Denkmalschutz nicht mehr gibt.“

„Mögliche Schwierigkeiten bei der Finanzierung haben die Investorin offenbar nicht davon abgehalten, die Immobilie mit einer Grundschuld zu belasten. Nach den Recherchen meiner Anwälte handelt es sich dabei um die Summe von 300.000 Euro“, so Lennartz weiter.

Lennartz: „Einem Artikel des Kölner Stadtanzeigers vom 25. Oktober 2017 zufolge, soll sich die durch die Schwimmbad-Alt Hürth GmbH geforderte Entschädigungszahlung bei einem Heimfall der Immobilie an die Stadt Hürth auf 1,5 Millionen Euro belaufen. In einer zuvor ebenfalls im Kölner Stadtanzeiger veröffentlichten Stellungnahme führt Frau Lenze als Begründung u. a. entstandene Kosten für Planung und Statik an.  Angesichts dessen, dass das Schwimmbad Alt-Hürth auf der Internetseite des von Frau Lenze und ihrem Gatten Klaus Luig gemeinsam betriebenen Architektur- und Planungsbüros 3 L, als Referenzprojekt hervorgehoben wird, scheint mir die Frage naheliegend, zu wessen Gunsten, jene Kosten verursacht wurden.“

Im Interesse der Glaubwürdigkeit sollte Frau Lenze den gesamten Sachverhalt jetzt offen legen. Sollten bei der Vertragsgestaltung seinerzeit Regelungen getroffen worden sein, die es der Investorin heute erlauben, der Stadt die Bedingungen für einen Heimfall der Immobilie zu diktieren, müssen diese Fehler benannt und die dafür Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.“

 

 

 

 

 

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