Bei der jüngsten Standort-Umfrage wurde in allen zum Kammerbezirk der IHK Köln gehörenden Kreisen sowie der Stadt Köln, die unzulängliche digitale Infrastruktur von den meisten Befragten als größtes Problem angeführt. In einem Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger verliert der stellvertretende IHK Hauptgeschäftsführer, Dr. Ulrich Soénius, allerdings kein Wort darüber. Lennartz: „Wenn unsere Unternehmen die Vorzüge des Standortes schätzen und gerne hier im Rhein-Erft-Kreis ansässig sind, ist das natürlich zunächst einmal sehr positiv zu bewerten und wirft nicht zuletzt auch ein gutes Licht auf die Arbeit der hiesigen Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Innungen und Kammern.“ Das darf natürlich nicht den Blick auf die in der Umfrage angeführten Kritikpunkte versperren –insbesondere auch, weil es seit Jahren immer dieselben sind,  so Lennartz:  „Nach wie vor bemängeln die befragten Unternehmen vor allem die in weiten Teilen immer noch unzulängliche digitale Infrastruktur. Hier bewegt sich offenbar wenig – dabei ist gerade die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet von immenser Bedeutung für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen im Rhein-Erft-Kreis und der gesamten Region. Dass der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK zu Köln, Dr. Ulrich Soénius, diesen eklatanten Mangel in dem Interview des Kölner Stadtanzeigers vom 18. August 2018 verschweigt, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Gerade weil das Problem seit Jahren hinlänglich bekannt ist, sollte die IHK nicht aufhören es auch immer und immer wieder zu benennen  – solange bis Abhilfe geschaffen wird. Beim Thema digitale Infrastruktur mangelt es ja keineswegs an der Erkenntnis – sondern an der Umsetzung.

 

Post Navigation