Von der Digitaloffensive der Landesregierung an Hürther Schulen keine Spur!

Der Hürther Politiker Klaus Lennartz hat Bürgermeister Dirk Breuer aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, dass alle Grundschulen in der Stadt Hürth mit einem Klassensatz des Minicomputers calliope ausgestattet werden.

Lennartz: „Auf meine Initiative hin wurde der calliope mini, der bereits Grundschulkindern Grundlagen des Programmierens vermittelt, schon im November 2017 von den Entwicklern hier in der Stadt Hürth vorgestellt. Die Wendelinusschule in Berrenrath erhielt bereits im Sommer einen von mir gesponserten  Klassensatz des Minicomputers und setzt den Minicomputer mit überaus positiver Resonanz der Schülerinnen und Schüler, schon ein komplettes  Schulhalbjahr in einer AG ein.“

Inzwischen haben lediglich drei weitere Grundschulen im Stadtgebiet Hürth einen Klassensatz des calliope mini erhalten. Auch hier ausschließlich durch privates Engagement Hürther Bürger und der Kreissparkasse Köln.  Mit der sogenannten Digitaloffensive des Landes NRW hat dies entgegen anderslautender Medienberichte leider nichts zu tun. Im Gegenteil, ohne private Unterstützer könnte hier in Hürth noch kein einziges Grundschulkind mit dem calliope mini lernen.

Lennartz: „Gemessen daran, dass ein Klassensatz dieses  wichtigen den herkömmlichen Unterricht ergänzenden Lehrmittels gerade mal 750,- Euro kostet, ist es aus meiner Sicht schon sehr ernüchternd, wenn bis heute nur vier der insgesamt elf Grundschulen im Stadtgebiet Hürth damit ausgerüstet  werden konnten. Bildung ist unser wichtigster Rohstoff. Es muss doch möglich sein, dass alle Grundschulen in der Stadt  Hürth zumindest einen Klassensatz des calliope erhalten.“

In dieser Woche soll über den Digitalpakt-Schule entschieden werden. Insgesamt fünf Milliarden  Euro will der Bund für die Digitalisierung unserer Schulen zur Verfügung stellen – allein die Bundesländer – auch das Land NRW – bremsen diese für unsere Zukunft so wichtige Investition in die Bildungsinfrastruktur aus, weil sie dadurch die Länderhoheit bei Bildungsfragen gefährdet sehen.

Lennartz: „Sollen wir in der Stadt Hürth wegen eines Zukunftsinvestments für unsere Kinder im vierstelligen Bereich wirklich so lange warten, bis sich Bund und Länder auf eine Grundgesetzänderung geeinigt haben? Jeder Tag, den wir warten ist für unsere Schülerinnen und Schüler, hinsichtlich digitaler Bildung, ein verschenkter Tag.“

Wenn die Stadt Hürth einen vierstelligen Betrag  für zeitgemäße Bildung unserer Kinder nicht aus eigenen Mittel realisieren kann, sollte sie sich ihrerseits um Sponsoren bemühen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich in unserer Stadt keine Geldgeber für diesen guten Zweck finden lassen.

Gerne sei er bereit auch noch einen weiteren Klassensatz zu spenden und zusätzliche Unterstützer zu werben, wenn dies dann auch seitens der Stadt als Initial genutzt würde, um an andere Sponsoren heranzutreten, so Lennartz weiter.

Lennartz: „Anlässlich der Übergabe von 30 calliope Minicomputern an die Bodelschwingh Grundschule,  durch die Kreissparkasse Köln, kündigte Sparkassen-regionaldirektor Stephan Tiefenthal an, sein Institut werde alle Hürther Grundschulen mit calliope Klassensätzen  ausstatten.

In diesem Zusammenhang möchte ich von Bürgermeister Breuer  erfahren, wann das erfolgen soll und wann gesichert sein wird, dass alle Hürther Grundschülerinnen und Grundschüler mit dem Micro – Controller Programmiergrundlagen erlernen können.“

 

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