Der Hürther Politiker Klaus Lennartz hat Bürgermeister Dirk Breuer um Prüfung gebeten, ob die Dächer der Buswartehäuschen in der Stadt Hürth begrünt und so  zusätzlicher innerstädtischer  Lebensraum für Bienen und verschiedene Insekten Arten geschaffen werden kann.

Lennartz: „Was sich zunächst recht abenteuerlich anhört, wird im niederländischen Utrecht  bereits mit großem Erfolg praktiziert. Dort hat man die Dächer von insgesamt 300 Buswartehäuschen begrünt und so Mini-Biotope für Bienen und verschiedene Insektenarten geschaffen. Da die Dächer der Bushaltestellen nicht so hoch wie viele andere Flachdächer sind, herrschen durch wenig Wind und gute Sonneneinstrahlung beste Voraussetzungen, um den Insekten ein zusätzliches Nahrungsangebot zu ermöglichen.“ Die in Utrecht gewählte Begrünung besteht vorrangig aus Mauerpfeffer. Diese Pflanzenart ist nicht nur bei heimischen Insekten und Hummeln sehr beliebt, sondern filtert Feinstaub aus der Luft und ist ein guter Regenwasserspeicher. Daher müssen diese Pflanzen seltener gegossen werden und spenden an heißen Tagen etwas Abkühlung, so Lennartz.

Lennartz: „Ich habe die Idee dieses ebenso bemerkenswerten wie simplen Naturschutzprojekts jetzt an Bürgermeister Breuer herangetragen –  nicht zuletzt auch, weil der der Rat der Stadt Hürth vor wenigen Wochen beschlossen hat, Klimaschutzaspekte in unserer Stadt künftig noch stärker zu berücksichtigen. Vor diesem Hintergrund würde es sich nach meinem Dafürhalten durchaus lohnen zu prüfen, ob sich dieses Projekt aus dem Nachbarland, auch auf die Stadt Hürth übertragen ließe und mit welchen Kosten eine Umsetzung hier bei uns verbunden wäre.“

Im Liniennetz des Stadtverkehrs Hürth gibt es immerhin mehr als 100 Haltestellen. Davon ausgehend, dass an jedem Halt  zwei Wartehäuschen – je eins pro  Fahrtrichtung – stehen, die jeweils über ca. 6 qm Dachfläche verfügen, käme so eine bepflanzbare Gesamtfläche von 1.200 qm zusammen. Ich sehe darin nicht nur einen weithin sichtbaren Beitrag zum Klimaschutz und Erhalt der Artenvielfalt, sondern auch eine wunderbare Möglichkeit, das Stadtbild zu verschönern, so Lennartz weiter.

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